Eine nachhaltige und tierschutzkonforme Reduktion der Stadttaubenpopulationen erfolgt über ein tiergerechtes Taubenmanagement der Städte und Kommunen. Hierzu ist eine konsequente und flächendeckende Umsetzung des „Augsburger Modells” unerlässlich. Durch betreute Taubenschläge und den damit verbundenen Eiertausch kann die Population nachhaltig und tierschutzkonform reguliert werden.

Vergrämungsmaßnahmen sind kostenintensiv und wenig bzw. häufig nur temporär wirksam und führen lediglich zu einer Verlagerung des Problems, nicht zu einer Lösung. Einige Vergrämungsmethoden sind zudem tierschutzwidrig, wie beispielsweise Klebefallen.

Auch Fütterungsverbote (ohne eine ausreichende Anzahl betreuter Taubenschläge mit Fütterungsplätzen) zeigen keine nachhaltige Wirksamkeit, da Tauben bedingt durch den von Menschen angezüchteten Brutzwang nicht nur ganzjährig brüten, sondern auch dann, wenn sie hungern. Daher führen Fütterungsverbote ohne ein ausreichendes Alternativangebot weder zur Populationskontrolle, noch sind sie tierschutzkonform.

Tauben – fälschlicherweise verrufen als die „Ratten der Lüfte” – übertragen nicht mehr Krankheiten als jedes andere Wildtier oder gar Haustier. Da die meisten Erkrankungen bei Stadttauben vogelspezifisch sind, ist eine Übertragung auf den Menschen in der Regel nicht möglich.

Es gelten natürlich auch im Umgang mit Tauben die üblichen Hygieneempfehlungen, die auch im Umgang mit jeder anderen Spezies und Menschen greifen (gründliches Händewaschen etc.).

Den Ruf als Krankheitsüberträger tragen Tauben daher zu Unrecht.

Wir sind ein gemeinnütziger Tierschutzverein bestehend aus ehrenamtlichen Mitgliedern, die sich der Stadttauben in Freiburg und Umgebung angenommen haben.

Unser Ziel ist es, durch betreute Taubenschläge, den Eiertausch und die daraus folgende Populationskontrolle das Leid der Stadttauben zu lindern und ein gutes und tierfreundliches Miteinander von Mensch und Tier in unserer Stadt zu fördern.